Waldheim in Sachsen
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Hecht, Andreas

Heimatdichter und Buchdrucker

* 04.03.1879 in Schönberg
† 23.01.1929 in Waldheim

Andreas Hecht erlernte nach seinem Schulabschluss 1893 den Beruf eines Buchdruckers.
1896- 1897 arbeitete er als Drucker in Dresden. Um zahlreiche Erfahrungen reicher, kehrte er 1897 nach Waldheim zurück.
1900 übernahm Hecht die Schriftleitung des „Wochenblattes“, das ab 1913 als „Waldheimer Tageblatt“ herausgegeben wurde.
Am 02.01.1904 heiratete er Helene Rasser. Gemeinsam wohnten sie zunächst in der Härtelstraße, zogen aber später in die Bahnhofstraße, wo Helene Hecht ein Putzmacher- Geschäft betrieb. Am 21.02.1907 wurde ihr einziges Kind Marianne geboren.
A. Hecht war ein sehr naturverbundener Mensch. Sonntags trieb es ihn mit Wanderfreunden des Erzgebirgsvereins hinaus in die Natur.

1915 wurde Andreas Hecht als Reservist an die Westfront (Frankreich) eingezogen. Am 22.02. erhielt er das „Eiserne Kreuz“. Auch im Krieg schrieb er seine Erlebnisse nieder. Zu den besonders wertvollen Stücken aus dieser Zeit gehört ein zwischen zwei gepressten Birkenstücken gebundener, mit Ordensband und Foto geschmückter, mehrseitiger Brief, welcher Weihnachten 1915 seine Frau Helene erreichte. Dieser befindet sich heute noch im Besitz seiner beiden Enkeltöchter.
Unbeschadet kehrte Hecht zum Kriegsende heim.
Ab 1921 veröffentlichte Hecht in der Sonntagsbeilage „Heimat und Welt“ viele Berichte von seinen Wanderungen. Bis Ende 1928 sind mehr als 130 von ihm verfasste Beiträge, darunter 29 Gedichte erschienen.
Besondere Verdienste erwarb er sich auch in der Waldheimer Feuerwehr.
Bei einem früheren Feuerwehreinsatz hatte sich Hecht eine schwere Rauchvergiftung zugezogen. Davon konnte er sich nicht mehr erholen. Wenige Wochen vor seinem 50. Geburtstag am 23.01.1929, verstarb Andreas Hecht.
Sein Grab befindet sich auf dem Waldheimer Friedhof.
1931 gab Dr. Reinhard Haferkorn eine Auswahl der Schriften und Gedichte von Andreas Hecht in dem Buch „Die Sonnenstraße“ heraus. Des Weiteren wurde eine Straße nach ihm benannt.

Abschrift vom Aushang im Kulturzentrum Waldheim

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