Waldheim in Sachsen
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Rübner, Kurt

Selbstporträt- Archiv: Matthias Löwe

Lehrer und Zeichner

* 13.11.1875 in Waldheim
† 14.10.1965 in Dresden

Quelle: Heimatmuseum

Kurt Rübner wurde als drittes Kind des Kasernenfeldwebels Heinrich Rübner und dessen Ehefrau Ernestine geb. Otto in Waldheim geboren.

Von 1882-1890 besuchte er die hiesige Bürgerschule. Ab 1890 wechselte er an das Königliche Lehrerseminar nach Grimma. Nach erfolgreichem Abitur 1896 arbeitete Rübner als Hilfslehrer in Trachtenberg bei Dresden. 1901 bestand er mit Erfolg die Prüfung zum Lehrer und nahm eine Lehrstelle in Dresden an.

Schon in frühester Kindheit zeichnete er nach der Natur oder ließ sich von seiner Fantasie leiden. Rübners Zeichnungen erinnern an Wilhelm Busch, Ludwig Richter und den Märchenmaler Hermann Vogel. Seine Stärke lag im humorvollen, kindhaften und volkstümlichen Szenen, verbunden mit selbstverfassten kleinen Versen. Kurt Rübner illustrierte auch humoristische Dichtungen von anderen Autoren. Er war ständiger Mitarbeiter vieler namhafter Zeitschriften und Kalendern. Vor allem bekannt sind seine Illustrationen der Jugendliteratur und verschiedener Schulbücher.

Seine Liebe zur Heimat und sein Können vereinen sich immer wieder in seinen Bildern. Mit Kurt Arnold Findeisen, dem berühmten sächsischen Dichter und Schriftsteller, verband Rübner eine enge Freundschaft. Sie gaben einige Schriften gemeinsam heraus. Ein weiterer Freund war der Leisniger Heimatschriftsteller, Musiker und Dichter, Franziskus Nagler.

Rübners Verbundenheit mit seiner Vaterstadt Waldheim kam 1914 zum Ausdruck, als er dem Heimatmuseum 14 Tafeln mit Skizzen und Drucken überreichte. Anlässlich des Heimatfestes 1939 schuf Rübner für die Sonderausgabe des „Waldheimer Tageblattes“ Zeichnungen und Skizzen.

Am14.10.1965, kurz vor seinem 90. Geburtstag, endete sein schaffen reiches Leben.