Waldheim in Sachsen
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Würffel, Max

Ev.-Luth. Pfarrer und Maler

* 05.09.1867 in Chemnitz
† 21.11.1952 in Dresden

Quelle: Heimatmuseum


Für Pfarrer Würffel wurde Waldheim leine lange Zeit zur Wahlheimat. Er war nicht nur als Redner von der Kanzel, sondern auch als feinsinniger Maler bekannt. Durch sein künstlerisches Schaffen hat er sich hohes Ansehen erworben.
Max Würffel wurde am 5. Sep. 1867 in Chemnitz geboren. Über seine Kindheit und Jugendjahre konnte leider nichts in Erfahrung gebracht werden. Neben der theologischen Staatsprüfung hatte Würffel auch eine pädagogische Prüfung abgelegt und unterrichtete von 1894 -1896 an einem Privatinstitut in Radeberg. Von 1896-1898 war er an der Volksschule tätig. Danach wirkte er von 1898 - 1900 als Hilfsgeistlicher in Crimmitschau. Er bewarb sich im gleichen Jahr um das Diakonat in Waldheim.
Am 14. Oktober 1900 wurde er in sein Amt eingeführt. Die schöne Natur und die Zschopau führten dazu, dass er sich fast 40 Jahre in Waldheim wohlfühlte. Hier begann Würffel mit Farbe zu malen. Seine Techniken kombiniert er meist: Pastell - Aquarell - Tempera. Am bekanntesten dürften seine beiden Bilder „Weihnachtsabend“ und „Stille Nacht, heilige Nacht“ sein. „Weihnachtsabend“ - ein Blick von der Kirche zum Rathaus wurde sogar als Kunstpostkarte gedruckt und so in die ganze Welt verschickt. Das zweite Bild, welches vielleicht eine noch tiefere Wirkung hat, war „Stille Nacht, heilige Nacht“. Es zeigt Kirchenmusikdirektor Küchler mit der Kurrende am Heiligen Abend 1930 auf dem Waldheimer Markt. Zugleich setzte Würffel ihm mit diesem Bild ein ehrendes Gedenken. Aus Anlass seines 75. Geburtstags fand in Rost’s Buchhandlung eine Ausstellung mit 40 Originalen Würffels statt. Man war erstaunt, welch reiche Schaffenskraft er auf dem Gebiet der Malerei entwickelt hat. So stiftete er der Stadt Waldheim das Gemälde „Waldheimer Weihnachtsmarkt“.
Nicht nur auf künstlerischem Gebiet hinterließ Max Würffel in Waldheim seine Spuren. Unter seiner Anleitung wurde der Waldheimer Friedhof in Terrassen gegliedert und kunstvoll mit Hecken umfriedet. Bis heute hat sich der parkähnliche Charakter erhalten.
Am 23.9.1934 hielt Pfarrer Würffel seine Abschiedspredigt und war dankbar für sein Verweilen in Waldheim. Er sagte, Waldheims Landschaft sei ihm besonders ans Herz gewachsen, noch mehr aber seine Menschen.
Seinen Lebensabend verbrachte Max Würffel in Dresden-Bühlau, wo er am 21. November 1952 verstarb.