Postamt

Anfang 1917 wird der Bau begonnen, 1918 auf Grund Rohstoffknappheit unterbrochen und am 01.04.1921 eingeweiht. Sie entstand auf der 1882 abgebrannten Bertholdschen Posthalterei. Am 26.01.1999 wird die Post für immer geschlossen. Der Vertrieb wird ab sofort über Postagenturen betrieben. Auf Grund der Größe der Stadt gibt es zwei in Waldheim.

Die neue Stadtpost wird ab 01.07.1895 als Mieter im Gebäude von Rockhausen betrieben. Sie bleiben Mieter bis 1919. Bis zur Fertigstellung der neuen Post, ziehen sie vorüber gehend in das Gärditzsche Grundstück. Die Räume ab 1919 werden von der Filiale der Allgemeinen Deutschen Credit Anstalt gemietet.

Am 01.07.1863 wird diese in Betrieb genommen. Das Gebäude war 19m lang und 10m breit

  • 03.05.1698- 1727

    Johann Heinrich Müller

  • 1727 bis 1746

    Ernst ... Müller

  • 1746 bis 1753

    ... Friedrich Schantze

  • 1753 bis 1783

    ... Gottlob Bennewitz

  • 30.09.1784 bis 1792

    Israel Oehme

  • 1792 bis 1829

    Gottlieb Köhler

  • 1829 bis 1858

    Friedrich August Köhler

  • 1858- 1872

    ... Temper

  • 1872 bis 1887

    Ernst Ferdinand Richter

  • 1887- 1892

    Theodor Gustav Legler

  • 1892 bis 1897

    Oscar Zschocke

  • 1897 bis 1901

    Paul Klinger

  • 1901 bis 1922

    Johannes Keltsch

  • 1922 bis 1930

    Karl Schwartz

  • 1930 bis 1934

    Franz Weber

  • 1934 bis 12/1945

    Karl Lange

  • Februar 1946- 1949

    ... Moldenhauer

  • 1949- 1951

    ... Kraus

  • 1951- 20.06.1953

    ... Wohlfeld

  • 20.06.1953 bis 1974

    Günter Görner

  • 1974- 1976

    Frau ... Römer

  • 1976- bis 1978

    Anneliese Härtling

  • 01.01.1978- 03.1987

    Frau ... Wollschläger

  • 09.1985 (?) bis 06.1988

    Heike Pohle

  • 07.1988 bis 10.1989

    Uwe Paul

  • 11.1989 bis 10.1990

    Heike Pohle

  • 11.1990 bis 04.1995

    Wolfgang Mäser

  • 05.1995- 12.1996

    Cornelia Fichte

(Quelle: Waldheimer Heimatblatt Heft 18, Hans- Gert Buchwald)

In Waldheim wird am 03.05.1698 ein Postamt II. Klasse eröffnet (heute Obermarkt 47). Johann Heinrich Müller wird als Postverwalter eingesetzt.
Am Anfang hielt nur die "geschwinde fahrende Post", später auch die "ordinäre Post".

Seit 1724 steht auf dem Markt die Postmeilensäule.

Ein Brief nach Annaberg, Auerbach, Borna, Chemnitz, Döbeln, Dresden, Leipzig, Plauen und Zwickau kostet einen Groschen. Für 3 1/2 Groschen wird der Brief bis nach Berlin, für 6 1/2 Groschen nach England und für 8 1/2 Groschen bis nach Königsberg geliefert.

Durch seine günstige Lage war Waldheim für die Postkutschen der Mittelpunkt für alle Orten in der Umgebung. Die erste sächsische Eilpost zwischen Dresden und Leipzig führt auf einer regelmäßigen Tour durch Waldheim.
Weitere Postkutschenrouten waren die Nachteilpost Altenburg - Waldheim, Personenpost Rochlitz- Waldheim, Fahrpost Mittweida- Waldheim, Hainichen- Waldheim, Chemnitz- Leisnig und Boten- und Fahrpost Waldheim- Döbeln.