Waldheim in Sachsen
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Schulen

Die Villa Meineck wird in den Jahren 1900 bis 1901 für Herrn Dr. Konrad Niethammer, Geh. Kommerzienrat gebaut. Im Jahr 1918 stiftet Niethammer der Stadt Waldheim, das Gebäude mit dem Wunsch das dort eine Schule mit dem Namen Lutherschule entsteht. Das Refomrealprogymnasium mit Realschule was bisher beengt in der Schule am Kellerberg untergebracht war, benutzt ab dem 15.08.1918 mit einer feierlichen Einweihung dieses Gebäude. Im Juli 1959 wird diese Schule in "Erweiterte Oberschule Julius Fucik" umbenannt und 1982 aufgelöst. Ab 1985 erfolgt ein Umbau und wird bis 1999 als Pflegeheim genutzt.

Quelle: Jürgen Reichelt, Recherche für Tag des offenen Denkmals, für die IG Denkmalpflege 2009

Datum Was war da los?
1404 Vermutlich wurde in dem neu eingerichteten Augustinerkloster bereits unterrichtet, denn bis zu Martin Luthers Auftritt besuchten bereits 13 Waldheimer Schüler eine Universität.
1504 Erstmals wird eine Lateinschule erwähnt. Der Lehrer unterrichtet in lateinischer Sprache und Gesang.
1539 Romanus Salbach, letzter katholischer Schulmeister, bekennt sich zur Reformation. Die Schule wird eine evangelische- lutherische Bildungsanstalt und führt den Katechismusunterricht ein.
  Die Kirche erwirbt das Haus neben dem Rathaus. Dies wird über 300 Jahre als Schule dienen.
1607 Der schlechte bauliche Zustand der Schule wird bemängelt.
1618-1648 Der Dreißigjährige Krieg mit seinen Opfern und die nachfolgende jahrzehntelange Not verhinderten jedoch den Kauf eines anderen Gebäudes oder den Bau einer neuen Schule.
1649 Die Kircheninspektion erwirbt in der Schloßstraße ein neues Haus für zwei Wohnungen. In eine zog der Rektor und in die andere der Glöckner ein.
1684 In der Stadt Waldheim bricht ein Brand aus, das 200 Häuser vernichtet. Vermutlich wird der Brand im Schulgebäude gelegt. Des weiteren fallen das Rathaus, die Kirche, die Kircheninspektion und das Diakonat den Flammen zum Opfer.
  Die Kirchgemeinde erbaut eine neue Schule, die aus einem zweistöckigen Bau mit hohem Dach besteht. Es enthält einen Unterrichtsraum für drei Klassen und zwei Lehrerwohnungen.
  Um der steigenden Schülerzahl gerecht zu werden, erteilen die Lehrer von 09:00 bis 18:00 Uhr Unterricht.
bis 1809 Über 100 Jahre ändert sich nichts. Da für die Oberklasse wenig Platz war, baut man in halber Höhe eine Galerie ein, auf der die "besseren Schüler" sitzen.
1810 Erneut fallen die Schule und das Rathaus dem Flammen zum Opfer.
15.07.1811 Der Wiederaufbau der Schule ist beendet. Er kostet 2910 Taler.
Dezember 1833 In Waldheim und im Dorf Breitenberg gibt es 498 schulpflichtige Kinder (242 Knaben & 256 Mädchen). Die Knabenschule besuchen 216 Jungen und die Mädchenschule 243.
1835 Auf Grund des Sächsischen Schulgesetzes werden die Eigentumsverhältnisse neu geregelt. Die Schule wird eine städtische Bildungseinrichtung.
1855 Die ehemaligen Wohnungen des Rektor Fritsch und vom Kantor Langer werden in Schulräume verwandelt. Es entstehen vier Schulräume.
21.08.1862 Grundsteinlegung der Georg- Kolbe- Schule (heute Förderschule)
07.10.1864 1. Schultag in der neuen Schule (heute Förderschule) 679 Schüler werden angegeben.
09.10.1876 Eine weitere Schule (nördlicher Teil, siehe Bilder Grundschule) wird eingeweiht.
15.02.1877 In der neuen Schulordnung wird die allgemeine Bürgerschule in eine niedere, mittlere und höhere Abteilung eingeteilt. Der Schulbezirk besteht aus Waldheim mit dem Schloß Waldheim und der Vorstadt Breitenberg.
1886 Erweiterung des Schulbaus (Südlicher Teil, siehe Bilder Grundschule)
04.07.1892 An der Westseite werden über 550 Fensterscheiben durch Hagel zerstört.
1894 In den beiden Schulgebäuden wird je eine Zentralheizung eingebaut.
1897 Die Schule (heutige Grundschule) wird um ein Stockwerk aufgestockt.
1899 Es wird eine Konfirmandensparkasse eröffnet.
1901 47,96% von 1251 Kindern, die die Schule besuchen, müssen nach der Schule arbeiten.
01.05.1901 Die Gemeinde Schönberg gehört jetzt zum Schulbezirk Waldheim.
1902 43 Klassen werden in 33 Klassenzimmern unterrichtet.
01.01.1903 Dr. med. Mohr wird zum Schularzt gewählt.
1906 Die Schule wird neu gegliedert: Die einfache Volkschule wird zur mittleren Volksschule erhoben und mit der 2. Bürgerschule vereinigt. Die 1. Bürgerschule wird zur höheren Volksschule mit Fremdsprachen erhoben.
1906 Anbau der beiden Flügel mit einem geräumigen Treppenhaus an der heutigen Grundschule. Am 17. Juli 1906 wird die Turnhalle das letzte Mal genutzt, danach erfolgte der Abriss, wegen dem Schulneubau. Es entstehen die neue Doppelturnhalle, der Sportplatz und der Schulgarten.
1906- 1918 Das Realprogymnasium ist in der unteren Schule im südlichen Teil untergebracht.
1911 Durch Spenden ist es möglich, das Milchfrühstück einzuführen. Im gleichen Jahr werden orthopädische Turnstunden angeboten.
1911 Die Höhere Fortbildungsschule befindet sich nicht mehr auf diesem Schulgelände.
1913 Es wird mit der Schulzahnpflege begonnen. Das Geld wird aus Stiftungsmitteln entnommen. Die Mehrzahl der Kinder erhielt eine kostenlose Behandlung.
1914 Ab dem 7. Schuljahr wird das Fach Handfertikkeit für Jungen eingeführt. Als Lehrer wird der Tischlermeister Otto gewonnen.
1915 Da 18 Lehrer im Krieg sind, wird der Unterricht gekürzt.
1916 23 Lehrer sind im Krieg, der Unterricht ist in den Hauptfächern kaum noch aufrecht zu erhalten.
1918 Zahlreiche Kinder sind durch den I. Weltkrieg Mangel ernährt. Es kommt zu zahlreichen Zwischenfällen während des Schulbesuches. Durch eine Grippeepidemie wird die Schule vom 26.10. bis 09.11. geschlossen.
15.08.1918 Das Refomrealprogymnasium mit Realschule wird mit einer feierlichen Einweihung in der Härtelstraße eingeweiht.
1919 Es gibt nur noch eine Bürgerschule, die von allen kindernbesucht wird. Die ersten vier Schuljahre wird allen der gleiche Unterricht gewährt. Danach besuchen sie die Schule je nach Begabung in unterschiedliche Zweige.
1920 Ab dem 8. Schuljahr wird der Schulgarten mit Gemüsebau und Blumenzucht für Mädchen eingeführt. In der Zeit vom 26.05. bis 03.09. wird durch eine Spende täglich 350 Kinder gespeist.
1922 Die Berufschule befindet sich im unteren Schulgebäude.
1927 Für die gefallenen Lehrer im I. Weltkrieg Emil Solle, Max Kahlert, Kurt Laudel, Johannes Schubert und Otto Hennig wird ein Gedenkstein eingeweiht.
1929 Wegen Kohlenmangels wird die Schule zeitweise geschlossen und kann danach nur teilweise geöffnet werden.
Juli 1952 Die Schule an der Härtelstraße wird in "Erweiterte Oberschule Julius Fucik" umbenannt.
1982 Die Schule Erweiterte Oberschule Julius Fucik in der Härtelstraße wird aufgelöst.
23.02.2005 Gründung des Fördervereines für die Grundschule
   
   
   
Jahr Schülerzahlen Lehrer Quelle
1840 400 4 Waldheimer Tageblatt, 1939, Heimatfestzeitung
1880 971    
1884 1190    
1889 1345    
1896 1460 (745 Jungen & 715 Mädchen)    
1936 Volksschule 1232 Kinder (609 Jungen & 623 Mädchen)    
       
2006 Grundschule 250; Mittelschule 360; Förderschule 105