Die Friedhofskapelle wird vom Architekten Fritz Drechsler aus Leipzig entworfen. Dieser ist ebenfalls für die Erweiterung des Friedhofsareals verantwortlich.

Auf Grund der Nähe der Kirche St. Nicolai wird jeder Schmuck vermieden und großer Wert auf Schlichtheit gelegt. Die wenigen Schmuckformen an den Pfeilerkapitälen und Friesen sind in glasierter Terrakotta ausgeführt. Der Sockel besteht aus Granit, das Dach aus Kupfer. Der Innenraum ist 9 1/2 Meter im Quadrat hoch. Es gibt vier Anbauten und bietet Platz für bis zu 250 Personen. Die Wände sind mit buntfarbigen Ziegeln verkleidet. Die Kuppelwölbung ist eine Rabitzkonstruktion, die an freitragenden Bohlenbinder befestigt ist und von drei ovalen Fenstern durchbrochen wird. In den Fenstern der Altarnische und seitlichen Sängerempore sind teils ornamentale und figürliche Glasmalereien zu sehen. Der Altartisch besteht aus Elbsandstein, der Aufbau aus farbiger Keramik. Das Model wurde vom Bildhauer Hartmann aus Leipzig entworfen, die Ausführung durch die Firma Mutz & Rother Kunstziegeleien aus Liegnitz in Schlesien. Die Gesamtkosten für den Altar betrugen 30.000 Mark und wurde durch die Stiftung vom sächsischen Kunstfond gefördert. Die Friedhofserweiterung und die Kosten für die Bepflanzung kostet 25.000 Mark.

Qelle: Neudeutsche Bauzeitung 02/1912

04.10.1855

Der neue Friedhof wird eingeweiht.

27.02.1881

Bei der Beerdigung des am 27.02.1881 verstorbenen Radlermeisters August Wilhelm Richter wird der neu hinzugekommene östliche Teil als oberer neuer "Gottesacker" durch Herrn Stadtpfarrer Lic. theol. Harig geweiht.

Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 9 vom 28.02.1931

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