Vielen Dank an Herrn Gunter Zetzsche, der mir bei der Erstellung geholfen hat. Es gibt drei interessante Internetseiten: Justizvollzugsanstalt Waldheim, Strafvollzugsmuseum Waldheim und Gitterladen.de.

  • 1404

    In einer landesherrlichen Urkunde wird die Gründung des Augustinerklosters erwähnt. Inhalt der Urkunde (Quelle: Bericht über die Höhere Fortbildungsschule zu Waldheim)

  • 01.01.1405

    Gründungsdatum des Augustinerklosters, Kapelle erhält danach vermutlich Glockenturm und Glocke. Der Orden der Augustiner ist ein Bettelorden. (Quelle: Bericht über die Höhere Fortbildungsschule zu Waldheim, Seite 7)

  • 1407

    Dem Augustinerkloster wird durch Dietrich von Beerwalde Dorf und Vorwerk Massanei mit allen Zinsen, Gulden, Renten, Genüssen, Hölzern, Feldern, Fischen, Weiden, Gerichten, Ehren, Würden, Freiheiten, Gewohnheiten gestiftet. (Quelle: Bericht über die Höhere Fortbildungsschule zu Waldheim, Seite 17)

  • 1411

    Die Gründung des Klosters wird in einer bischöflichen Urkunde erwähnt, die außerdem die Konfirmationsbulle des Papstes enthält. Inhalt der Urkunde (Quelle: Bericht über die Höhere Fortbildungsschule zu Waldheim, Seite 7)

  • 1423

    Das Kloster wird formell dem Ordensprovinzial Professor der Theologie Johann Zachariä in Erfurt unterstellt. (Quelle: Bericht über die höhere Fortbildungsschule zu Waldheim von Ernst Eulitz, 1894 mit Bezug auf Manuskript der Königlichen Hof- und Staatsbibliothek München, Seite 447)

  • 02.12.1537

    Elisabeth von Hessen (auch mit Beinamen von Rochlitz bekannt (da als Wittum nach Tod ihres Mannes bekommen) erließ eine Zuschrift an alle Räte und Priester ihres Landes, was als Geburtsbrief der Reformation für das Rochlitzer Amt und die Kriebsteiner Herrschaft gilt. Dies trifft nur für die rechte Seite der Zschopau zu. Die linke Seite gehört zur Pfarrgemeinde Hartha, die erst ab 1539 sich zur Reformation bekennt.

  • 01.05.1549

    Das Kloster wird durch Auswirkung der Reformation von Georg von Carlowitz aufgelöst und bestimmte Anteile dessen Besitzes der Waldheimer Kirche zugeordnet. Die Namen Klostergasse und Pfaffenberg, die heute noch existieren stammen aus dem 15. Jahrhundert.

  • 1555

    Das ehemalige Kloster wird durch die vier Söhne Georgs von Carlowitz zu einem Schloss umgebaut.

  • 1588

    Kurfürst Christian I. übernahm auf Grund des Konkurses der Familie von Carlowitz am 10.07.1588 den Waldheimer Besitz. Dazu gehörten die Stadt, das Schloß, die Klostergärten, ca. 450 Acker Grundbesitz, die Zschopaufischerei sowie die Naturalabgaben und Frondienste einschließlich der Hand- und Spanndienste der Dörfer.

  • 1588- 1592

    Das Schloß wird mit großem Aufwand in ein Jagdschloß und die Kirche in eine Schloßkirche umgebaut. Christian I. erlebt die Einweihung am 09.08.1592 nicht mehr.

  • 1694

    Hans Friedrich Kühn, ein Tapetenmacher aus Waldheim bezieht für seine Manufaktur in Lein- und Cattunschlagen, eine Stube und Kammer im Schloss.

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 46 vom 18.11.1922

  • 16.03.1714

    Errichtung einer Tapetenfabrik im Schloss Waldheim durch Herrn Hans Friedrich Kühn. Er bekommt 17 weitere Räume durch den Rochliter Amtsmann zugeteilt, wie z.B.: Silberkammer, Badstube, große Küche, Küchenstube, Kirchengewölbe, blaue Stube, blaue Kammer, rote Stube, rote Kammer, die Stube der Kurfürstin...

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 46 vom 18.11.1922

  • Anfang 1715

    Kurfürst Friedrich August I. beschließt die Errichtung eines allgemeinen Zucht-, Armen- und Waisenhauses. Das erste seiner Art in Sachsen soll von einer Kommission unter der Leitung des Oberhofmarschalls von Löwenthal gegründet werden.

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nummer 32 vom 16.08.1930

  • 20.03.1715

    Beginn des Schlossumbaus für insgesamt 65.000 Taler

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nummer 32 vom 16.08.1930

  • 03./04.04.1716

    Unter Anwesenheit des Ober- Hofmarschalls von Löwenthal wird das Zucht-, Armen- und Waisenhaus eröffnet. Es wird ein 1 Geistlicher, 1 Schuldiener, 1 Küster, 1 Medicus, 1 Hausverwalter, 1 Hausvater, 1 Hausmutter, 1 Bäcker, 1 Zuchtmeister, 1 Raspelmeister, 1 Krankenwärter und 1 Chirurgus angestellt. Acht Zigeunerkinder aus Chemnitz sind die ersten Insassen. Die erste weibliche Insassin ist Sophia Sabina Apitzsch (Prinz Lieschen).

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nummer 32 vom 16.08.1930

  • 24.04.1716

    Durch eine kurfürstliche Verordnung wird befohlen immer am 1. Pfingstfeiertag in der Waldheimer Kirche eine Kollekte für die Unterhaltung des Zucht-, Armen- und Waisenhaus zu sammeln.

  • 04.05.1716

    Ein verarmter alter Soldat Michael Winzer wird eingeliefert. Er soll die noch heute im Schlosshofe stehende Linde eingepflanzt haben. Er verstarb am 19.07.1719

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nummer 32 vom 16.08.1930

  • 27.05.1716

    Beginn der militärischen Bewachung mit 25 Mann Miliz

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nummer 32 vom 16.08.1930

  • 1719

    Der Direktor Christian Ernst Malfius wird seines Amtes enthoben. Er wird selbst in Waldheim inhaftiert und wegen Untreue im Amt zum Tode und später zur lebenslänglichen Festungsarbeit ohne Pension verurteilt. (Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 5 vom 01.02.1930)

  • 1725

    Im Scheibengarten wird Hopfen angebaut.

    Quelle: Waldheimer Anzeiger,Waldheimer Heimatblatt Nummer 33 vom 22.08.1925

  • 1727

    Unter dem Kommando eines erfahrenen Oberoffizier wird ein Halbinvalidenkommando eingerichtet, diese bestehen aus 1 Lieutenant, 1 Sergeant, 3 Korporals, 1 Tambour, 45 Gefreiten und Gemeinen, 1 Feldscher und 1 Steckenknecht. 40 Frauen und 37 Kinder gehörten dazu und sie wurden alle bei Waldheimern einquartiert!

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nummer 32 vom 16.08.1930

  • 1728

    Der Direktor übernimmt die Beköstigung der Insassen. Er überwacht die Viehzucht und den Gartenbau. Die Invalidenkompanie wird verstärkt.

  • 1730

    Nach dem großen Brand in Döbeln werden Häftlinge aus Waldheim zum Wiederaufbau mit eingesetzt.

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 5 vom 01.02.1930

  • 1730

    Der gesamte Einkauf wird vom Direktor übernommen. Es darf kein Branntwein mehr mit ins Gefängnis genommen werden. Tauschen und Handeln ist im Gefängnis ab sofort verboten.

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 5 vom 01.02.1930

  • 1732

    Die 1. sächsische Flanelldruckerei als Industriezweig wird im Gefängnis eingeführt.

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 5 vom 01.02.1930

  • 1751

    Ankauf Grundstück eines auf der rechten Seite gelegenen Bürgergartens für die Begräbnisse für die Armen und Züchtlinge (Wirtschaft- und Sudelhof).

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Beilage Waldheimer Heimatblatt Nr. 4 vom 26.01.1924

  • 31.01.1821

    Es wird verboten Begräbnisse auf dem 1751 angekauften Grundstück duchrzuführen. Die Begräbnisse finden jetzt an einem Grundstück nahe dem Kornhaus statt. Der Anstaltsfriedhof wird mit der Beerdigung des am 29.01.1821 verstorbenen Hausverwalters Vogler durch Herrn Mag. Oehme eingeweiht.

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Beilage Waldheimer Heimatblatt Nr. 4 vom 26.01.1924

  • 31.07.1830

    Die letzten in Waldheim befindlichen Waisenkinder werden nach Bräunsdorf verlegt. Damit wandelt sich Waldheim zu einen reinen Zuchthaus um.

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nummer 32 vom 16.08.1930

  • 1837

    Eine Zigarrenfabrik wird im Gefängnis eingerichtet.

  • 1838

    Mit Inkrafttreten des "Sächsischen Criminalgesetzbuches" erfolgt die Verschärfung der Vollzugspraxis. Die Waldheimer Anstalt verwandelt sich in eine der berüchtigtsten und gefürchtetsten in ganz Deutschland.

  • 16.10.1835

    Baubeginn der Kaserne, Einzug erfolgt im Jahr 1836.

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 23 vom 07.06.1930

  • 1868

    Abriss des alten Schloßgebäudes

  • 1871

    Mit der Reichsgründung wird dem Gedanken der Besserung und Umerziehung der Straftäter wieder mehr Aufmerksamkeit gewidmet.

  • 1876 oder Juli 1879

    Erichtung der ersten deutschen Irrenanstalt für männliche geisteskranke Verbrecher unter der Leitung des Anstaltsarztes Dr. med. Knecht

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nummer 32 vom 16.08.1930

  • 25.03.1882

    Aus Grünhain treffen 72 weibliche Korrektionäre ein, die im früheren Sächsischen Hof untergebracht werden. Dort ist inzwischen eine Korrektionsanstalt entstanden. Später werden sie wieder nach Grünhain zurück gebracht.

  • 1886

    Errichtung eines neuen Zellenhauses "Bremen" im nördlichen Teil der Anstalt

  • 31.12.1886

    Mit einem Sonderzug treffen am Nachmittag aus Hoheneck 298 weibliche Gefangene, die von 19 Aufseherinnen und 1 Maschinenwärter begleitet werden, ein. Das Frauenzuchthaus, außerhalb der Anstalt, wird bezogen.

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nummer 32 vom 16.08.1930

  • 17.03.1906

    König Friedrich August III. besucht Waldheim und schaut sich das neue Rathaus, das Gefängnis und die Firma Kübler & Niethammer an, die ihr 50jähriges Jubiläum feiert. Er wird am Bahnhof Waldheim mit Blumen begrüßt und speist zu Mittag in der Niethammer Villa. Seine Reise setzt er 13:35 Uhr mit seinem Gefolge vom Bahnhof Kriebethal fort.

    Quelle: Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 21 vom 21.03.1931

  • 1923

    Überführung der Anstalt in die Zuständigkeit der Justizverwaltung.

  • 1933

    Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten erfolgte die Einordnung in das System der Gewaltherrschaft, fast die Hälfte der Insassen (1703) waren politische Häftlinge.

  • 01.02. BIS 02.03.1940

    Abtransport von 235 Patienten aus Heil- und Pflegeanstalt im Rahmen der Organisation T4 in die Tötungsanstalt Brandenburg an der Havel. Alle Patienten werden vergast.

    Quelle: Psychiatrie in Waldheim von Sonja Schröter, Seite 129- 136

  • 16.04.1945

    Waldheim befindet sich jetzt Mitten im Frontgebiet. Ab jetzt werden vereinzelt Gefangene entlassen.

  • 07.05.1945

    Ab 10 Uhr werden die Gefangenen aus beiden Gefängnissen frei gelassen. Es kommt zu Übergriffen und Plünderungen innerhalb der Stadt Waldheim.

  • 1946

    Vom Juli bis November Nutzung durch die Sowjetische Militäradministration in Deutschland.

  • 1947

    Wieder reguläre Belegung der Anstalt mit Deutschen Inhaftierten (Am 1. Dezember 2430 Inhaftierte.).

  • 03./04.11.1950

    In der Nacht werden von 33 Todesurteilen 23 vollstreckt. 2 starben vorher, bei 8 wird das Urteil in Lebenslänglich umgewandelt.

  • 1967

    Das ehemalige Frauenzuchthaus (außerhalb der Anstaltsmauer) wird dem Gesundheitswesen übergeben (Einrichtung eines psychiatrischen Krankenhauses) und das im Anstaltsbereich befindliche psychiatrische Krankenhaus wird das "Zentrale Haftkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie" des Strafvollzuges der DDR (Heute Haus 4 - Sozialtherapeutische Abteilung).

  • 1968

    Umbau der Kirche zu einer "Mehrzweckhalle" (Sport, Veranstaltungen, Gottesdienste).

    Umbau des "Neuen Zellenhauses" (heute Haus I) mit überwiegend Hafträumen im 3er-Trakt-System (Kollektiverziehung). Sprengung des "Kuhstalls" (Altes Zellenhaus)

  • 1971

    Bau der "Alten Werkhalle".

  • 1976

    Bau der "Neuen Werkhalle".

  • 1977

    Neues Strafvollzugsgesetz.

  • 1987

    Ausbau der Kirchenorgel und Übergabe an die Lutherkirche in Meißen.

  • 1990

    Übernahme der Anstalt durch das Sächsische Staatsministerium der Justiz.

  • 1991

    Oktober - Gefangenenbestand: 41

  • 1995

    Einrichtung einer Jugendabteilung (Ende 1997 wieder geschlossen). Eröffnung der Sozialtherapeutischen Abteilung (für Gefangene aller sächsischen Anstalten).

    Eröffnung des offenen Vollzuges mit einer Abteilung außerhalb der Anstalt.

  • 2001

    Sanierungsbeginn des großen Hafthauses I ("Neues Zellenhaus - Bremen") und der "Neuen Werkhalle".

  • 2002

    Sanierungsbeginn des Verwaltungsgebäudes und der Umwehrungsmauer.

    Fortsetzung der Sanierung Hafthaus I.

  • 2003

    Sanierungsbeginn Anstaltskirche, Fortsetzung der Sanierung Hafthaus I. Oktober- In der Anstalt wird für Deutschland erstmalig der Strafvollzug von sächsischen Ersttätern konzentriert. Neben der Behandlung Gefangener in der Sozial- therapeutischen Abteilung wird Waldheim die Freiheitsstrafe nur noch an Ersttätern ab einer Mindestverbüßungsdauer von 2 Jahren vollziehen.

  • 2004

    Sanierungsabschluss und Bezug Hafthaus I. Es sind acht räumlich getrennte Haftbereiche mit jeweils 24 Einzel- und einem Dreierhaftraum entstanden.

  • 2005

    Hafthaus II wird aus Brandschutzgründen gesperrt Sanierungsabschluss der Ringmauer der Anstalt nach zwei Jahren Einrichtung einer Seniorenstation für ältere Inhaftierte im Haus I

  • 2006

    Nach vierjähriger Bauzeit wird das sanierte Torhaus an der Dresdener Straße offiziell eingeweiht, einzelne Bauabschnitte wie die Besuchsabteilung und die Torwache waren bereits zuvor in Betrieb gegangen.

  • 2008

    Hafthaus II wird abgerissen.

  • 2009

    Beginn des Neubaus Haus II

  • 2010

    Fertigstellung eines Vater- Kind- Bereichs im Offenen Vollzug

  • 2012

    Übergabe des neu errichteten Hafthauses II

Das Waldheimer Urteil


Autor: Walter Schumann

Erscheinungsjahr Juli 1954

Erläuterung

Dies ist ein Zeitdokument in Reimen über die Waldheimer Prozesse, die sich der Autor in seiner Haft ausgedacht und nach seiner Entlassung auf Blättern mit Schreibmaschine für die Nachwelt hinterlassen hat. Der Autor scheint keinen Verleger gefunden zu haben, denn die Schreibmaschinenseiten wurden gebunden und mit einer Hartpappe plus Aufdruck versehen.

Zu lebenslänglich begnadigt


Herausgeber

Buchverlag Der Morgen

Erschienen 1963

Autor

August Röckel

Erläuterung


Es handelt sich hier um eine Neuauflage des Buches Sachsens Erhebung und das Zuchthaus zu Waldheim.

Die Waldheimer Geheimprozesse


Herausgeber

Dr. Theo Friedenau, Leiter des Untersuchungsausschuss Freiheitlicher Juristen der Sowjetzone

Erläuterung

Eine Broschüre, die schon zu DDR-Zeiten über die Unmenschlichkeit der Waldheimer Prozesse berichtete.

Sibirien liegt in Deutschland


Herausgeber

arani Verlags-GmbH

Erschienen im Jahr 1958

Autor

Hagen Volker

Erläuterung

Stellvertretend zugleich für seine ungezählten Leidensgenossen, schildert der Verfasser die vielen Stationen dieses Schreckens von der Verhaftung über die lautlose Methode des "Dahinwelkens" in den Lagern, den Wechsel der Kerkermeister, die berüchtigten Waldheimer Prozesse bis zur glücklichen Entlassung, die nur allzu viele der Häftlinge allerdings nicht mehr erlebten.




Waldheimer Idyll


Herausgeber

Strafvollzugsanstalt Waldheim

Erschienen 1964

Autorin

Milada Mare ová

Erläuterung


Aus Anlass des des Heimatfestes 1964 wird in Zusammenarbeit mit der Autorin und der Strafvollzugsanstalt ihr Buch, was unter dem Originaltitel "Waldheimská idyla" erschienen ist, ins Deutsche übersetzt. Es enthält ihren Lebensbericht mit eigenen Zeichnungen. Leider enthält dieses Buch weniger Zeichnungen als das Originale.

Zwischen Waldheim und Workuta


Herausgeber

Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V.

Erschienen 1967

Autorin

Gesammelt und bearbeitet von Sigurd Binski

Erläuterung


Die Lebensgeschichten von 45 Männer und Frauen die Opfer stalinistischer Gewalt geworden sind, werden hier dokumentiert.

Leben wo gestorben wird


Herausgeber

Buchverlag Der Morgen

Erschienen 1974

Autorin

Eva Lippold

Erläuterung


Von einer Autorin, die elf Jahre hinter Hitlers Zuchthausmauern nicht vegetiert, sondern gewacht, gedacht, gehandelt, gelitten und gesiegt- also gelebt hat.
Von einer Autorin aber auch, die dieses Vierteljahrhundert bewußt, kämpfend mitgestaltet hat. Was sie schreibt, ist damals und ist heute: Es ist Hella Lindau, die Heldin des Romans, damals und Eva Lippold heute. Und gerade das Einfließen heutiger Erkenntnisse heutiger Sicht in damaligen Geschehen, der von Nachdenken in Handlung und von Handlung in Nachdenken immerwährend hinüber- und herübergleitende Stil packt den Leser von der ersten Seite und entläßt ihn nach der letzten mit dem Wunsch, mehr von Hella Lindau und Eva Lippold zu erfahren.
Dies ist nicht schlechthin das "Erinnerungsbuch" einer schönen, lebenslustigen Kommunistin, der die braune Barbarei die Jugend stahl, das ist es auch; es ist auch ein psychologisch feinnerviger Bericht über den ihr jahrelang aufgezwungenen Umgang mit Mörderinnen, Prostituierten, Diebinnen, mit Wärterinnen und Gefängnisbeamten, nazistischen und solchen, die es nicht gewesen sein wollen. Vor allem aber sind Eva Lippolds Bücher kluge Bücher, voller Lebensweisheit.

Und der Westen schweigt


Herausgeber

Verlag K. W. Schütz

Erschienen 1976

Autor

Joachim R. Stern

Erläuterung


Ein Buch über Berichte von Erlebtem aus Mitteldeutschland zwischen 1945 bis 1975.

Politik und Justitz in der DDR


Herausgeber

Verlag Wissenschaft und Politik Berend von Nottbeck

Erschienen 1979

Autor

Karl Wilhelm Fricke

Erläuterung

In diesem Buch erfolgt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Strafverfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR.

Mein schmerzliches Land


Herausgeber

Oberbaumverlag, Verlag für Literatur und Politik GmbH

Erschienen 1978

Autor

Siegfried Heinrichs

Zeichnungen

Sieghard Pohl

Erläuterung

Siegfried Heinrich und Sieghard Pohl verarbeiten in Gedichten und Zeichnungen ihre Erlebnisse mit der DDR und dem Zuchthaus Waldheim.

Unschuldig in den Todeslagern des NKWD


Herausgeber

Eigenverlag Benno Prieß

Erschienen 1991

Autor

Benno Prieß

Erläuterung

Benno Prieß, geboren am 29. Mai 1928 in Bützow/Mecklenburg, schildert seine Hafterlebnisse von 1946 bis 1954 stellvertretend für die vielen Jugendlichen, die in diesen Lagern sterben mussten.
Von 200 000 verhafteten Menschen der ehemaligen DDR (Deutsche Demokratische Republik) kam jeder Zweite ums Leben,ein sehr großer Teil sind Jugendliche unter 18 Jahren.
Ein erschütternder Bericht der Todeslager Torgau, Bautzen, Sachsenhausen und Waldheim unter kommunistisch- stalinistischer Gewaltherrschaft.

Irrsinn Ost Irrsinn West


Herausgegeber

Verlag S. Fischer

Erschienen 1993

Autor

Ernst Klee

Erläuterung


Ein ausführlicher Bericht über psychiatrische Einrichtungen, wozu Waldheim ebenfalls gehört.

Die Waldheimer Prozesse


Herausgegeber

Bechtle Verlag

Erschienen 1993

Autor

Wolfgang Eisert

Erläuterung


Eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Waldheimer Prozesse.

Die politischen Häftlinge der Sowjetzone


Herausgegeber

Gerhard Finn

Erschienen November 1993 als Reprint

Autor

Gerhard Finn

Erläuterung


Ein Bericht über die Gefangenenlager in dieser Zeit.

Warten auf Antwort- Ein deutsches Schicksal


Herausgegeber

Wird nachgereicht.

Autorin

Margret Bechler

Erläuterung


Margret Bechler war die Frau des deutschen Majors Bernhard Bechler. In Stalingrad gefangengenommen, schloss er sich dem Nationalkomitee Freies Deutschland an. Seine Frau, aufgefordert, sich scheiden zu lassen, hielt zu ihm und wurde von den Nazis verfemt. Nach Kriegsende wirft man ihr vor, die Hinrichtung eines Untergrundkämpfers mit verschuldet zu haben. Sie wird verhaftet, wandert durch Zuchthäuser und Lager, wird zum Tode verurteilt, erst 1956 begnadigt. Ihr Buch ist ein packendes und glaubwürdiges Dokument unserer Zeit, sachlich und ohne Hass geschrieben. Besser als in einem Geschichtsbuch werden hier die Probleme und Verwirrungen offenbar, in die Menschen durch den Krieg und die Kriegsfolgen geraten können.

Margot Bechler saß vom Februar 1950 bis März 1954 im Zuchthaus Waldheim.

Als Gefangene in Bautzen, Waldheim, Hoheneck


Herausgegeber

Verlag der Leutelt-Gesellschaft e.V.

Erschienen 2005

Autor

Brunhilde Bruscha

Erläuterung


Dieses Buch handelt von Brunhilde Bruscha, die ihre Erlebnisse von der Verhaftung 1946 bis 2005 schildert. Sie war ebenfalls in Waldheim inhaftiert und gehörte zu den 3544 Gefangenen die in Waldheim verurteilt worden sind.

Vergebliche Hoffnung auf einen polit. Frühling


Herausgegeber

Verlag Jena 1800

Erschienen 10.12.2006

Autor

Werner Fritsch
Werner Nöckel

Erläuterung


Die Publikation vermittelt anhand umfangreicher Quellenmaterialien, vorwiegend Partei-und Stasiakten, ein authentisches Bild über das kritisch-oppositionelle Verhalten von Studenten und Wissenschaftlern an der Jenaer Universität in den Jahren 1956 bis 1968.
Dokumentiert wird gleichzeitig, wie auf dieser unteren Ebene der stalinistische Machtapparat funktionierte, wie SED-Parteileitung und Staatssicherheit bei der Repressionen gegen "Andersdenkende" zusammenwirkten.
Der Autor Werner Nöckel saß in Waldheim im Gefängnis, ein Abschnitt ist seiner Haft in Waldheim gewidmet.

Jahr ohne Frühling


Herausgegeber

Edition Büchergilde

Erschienen am 01.03.2005

Autor

Helmut Pfeiffer

Erläuterung


Wied

Auflehnung und Angst, Resignation und immer wieder Hoffnung auf ein freies und selbst bestimmtes Leben prägen die Gedankenwelt von Edeltraud Eckert, die Anfang der 50er Jahre wegen ihrer regimekritischen Haltung im DDR-Gefängnis Waldheim einsaß. In einem ebenso berührenden wie authentischen Gedichtzyklus verarbeitet sie ihre innere Zerrissenheit und ihre Ohnmacht gegenüber dem Zwangsapparat der DDR.
Ihre Briefe an die Eltern, die sie einmal im Monat - zensiert - schreiben durfte, erzählen hautnah von ihren Jahren als politische Gefangene in ostdeutschen Gefängnissen. Sie stirbt 1955 - 25 Jahre alt - nach einem Arbeitsunfall im Haftkrankenhaus Leipzig/ Meusdorf.

Nationalsozialistische Euthanasieverbrechen


Herausgegeber

Stiftung Sächsische Gedenkstätten

Erschienen 01.06.2005

Autoren

Dr. Boris Böhm, Maria Fiebrandt, Lissa Flade, Ernst Klee, Dr. Holm Krumpolt, Nora Manukjan, Hagen Markwardt, Dr. Thomas Schilter, Dora Schumann, Ricarda Segger, Dr. Sonja Süß, Dr. Jürgen Trogisch

Erläuterung


In den Jahren 1940 und 1941 richteten die Nationalsozialisten sechs Tötungsanstalten im Deutschen Reich ein, in denen mehr als 70000 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen vergast wurden. Die vorliegende Publikation dokumentiert zum einen die zentral organisierten Krankenmorde in Pirna-Sonnenstein und deren Aufarbeitung nach 1945. Zum anderen widmet sie sich der Rolle der psychiatrischen Einrichtungen in Waldheim und Großschweidnitz, in denen tausende Patienten durch Medikamente und Nahrungsentzug systematisch umgebracht wurden. Darüber hinaus enthält der Band biografische Arbeiten zu Schicksalen ermordeter Kranker. Anhand von zwei Täterbiografien wird die Beteiligung von Ärzten und Pflegepersonal an den Mordaktionen beleuchtet. Berichte von Zeitzeugen vermitteln zudem eine persönliche Perspektive auf die "Euthanasie"-Verbrechen in Sachsen.
Auf 13 Seiten geht hier Sonja Süß auf die Heil- und Pflegeanstalt Waldheim ein.

Lebenslänglich- Freiheit verloren. Recht verloren.


Herausgegeber

Landesbeauftragten des Freistaates Thüringen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Erschienen im Oktober 2005

Autor

Helmut Pfeiffer

Erläuterung


Wieder ein erschütternder Lebensbericht. Unter anderem saß er seine Haftstrafe in Waldheim ab. Er wurde nach der Wende vollständig rehabilitiert.

Der lange Schatten


Herausgegeber

2016 Verlag Humor Sapiens, Jena

Autor

Rüdiger Grunow

Erläuterung


Mit autobiografischen Bezügen beschreibt der Autor das Leben in der DDR. Der Roman erzählt das Schicksal von fünf Freunden. Nach dem Abitur wollen sie gemeinsam etwas gegen die Unfreiheit in der DDR tun. Das Ergebnis sind hohe Haftstrafen. Nach ihrer Entlassung schaffen alle einen akademischen Abschluss, bekommen es regelmäßig mit der Staatssicherheit zu tun und machen dabei sehr unterschiedliche Erfahrungen. Dabei zeigt sich, dass man Anwerbungsversuche der Staatssicherheit auch ausschlagen konnte. Es wird aber auch gezeigt, dass man selbst als ehemaliger politischer Häftling in der DDR erfolgreich sein konnte. Ort der Handlung ist Freiberg in Sachsen, die Zeit in der Strafvollzugsanstalt Waldheim ist authentisch und dass Leben in der DDR wird mit vielen interessanten Nuancen beschrieben.

Briefe, die ins Zuchthaus führten


Herausgegeber

Jürgen Kleindienst

Autor

Baldur Haase

Erläuterung

George Orwell ließ grüßen

20. März 1959: Vor dem 1. Strafsenat des Bezirksgerichts Gera muß sich der neunzehnjährige Baldur Haase verantworten. Er ist angeklagt, die DDR durch "staatsgefährdende Propaganda und Hetze" angegriffen zu haben, indem er sich den Orwell-Roman "1984" aus Westdeutschland besorgte, ihn las und weiterverbreitete. Der Angeklagte wird zu drei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt. ...

Zeichen aus dem Zuchthaus


Herausgegeber

Verlag am Park, Berlin

Autor

Gerhart Zschocher

Erläuterung

Gerhart Zschocher saß über zehn Jahre bei den Nazis im Zuchthaus und Konzentrationslager. Als er 1945 in Buchenwald von der amerikanischen Armee befreit wurde, war er zweiunddreißig. Über fünfzig Jahre später sichtete und sortierte er die Dokumente seines Lebens. Wer glaubt, nach einem halben Jahrhundert alles über das Tausendjährige Reich, den Naziterror und seine Opfer gehört, gesehen und gelesen zu haben, der entdeckt in diesem Buch neue subjektive Sichten.

Von Theresienstadt nach Waldheim


Herausgegeber

Hallescher Anwaltverein & Rechtsanwaltskammer des Landes Sachsen- Anhalt

Autor

Rechtsanwalt Dr. Siegfried Brandt, Halle

Erläuterung

Dokumente aus dem Leben des halleschen jüdischen Rechtsanwaltes Richard Hesse

Aus dem Waldheimer Zuchthause


Herausgeber

Reproduktion vom bfw- Lehrgang Drucken und Buchbinden der JVA Waldheim

Autor

Leider nicht benannt.

Erläuterung

Diese Broschüre ist eine Reproduktion eines Zeitungsartikels der in der "Illustrierte Zeitung" in den Ausgaben 3111 und 3112 im Jahre 1903 erschienen ist.

Vielen Dank an den Förderverein Sächsisches Strafvollzugsmuseum Waldheim e.V..

Feuer- und Gewitterordnung


Herausgeber

bfw in der JVA Waldheim- Lehrgang Drucken Buchbinden

Erläuterung

Enthält Gesetzte und Vorschriften zum Thema Verhütung von Bränden, Verhalten im Brandfall und Maßnahmen zur Brandbekämpfung.
Dies ist ein Reprint, der Originalausgabe vom 20.02.1924.

Vielen Dank an den Förderverein Sächsisches Strafvollzugsmuseum Waldheim e.V. .

Vereinigte Gefangenanstalten Waldheim


Herausgeber

Zuchthaus Waldheim/ Sachsen

Erläuterung

Statistische Angaben über das Zuchthaus. Genaue Angaben von Gefangenen usw..

Zuchthaus Waldheim 1933 bis 1945


Herausgeber

Dietz Verlag Berlin

Erschienen 1988

Autor

Martin Habicht

Erläuterung

Das Zuchthaus Waldheim war während der faschistischen Barbarei eine der größten Strafvollzugsanstalten Deutschlands. Hier mußten neben Kriminellen auch viele politische Gegner des Naziregimes Haftstrafen verbüßen. Trotz Einzelhaft schlechter Ernährung und verschärfter Ausbeutung ihrer Arbeitskraft gaben die politischen Gefangenen ihre antifaschistische Überzeugung nicht auf. Gegenseitige Solidarität, politische Diskussionen und die Herstellung von illegalen Verbindungen trugen dazu bei, den Widerstandswillen zu stärken und die menschliche Selbstachtung nicht zu verlieren.

Strafvollzugseinrichtung Waldheim


Herausgeber

Strafvollzugseinrichtung Waldheim

Erläuterung

Die Strafvollzugsanstalt Waldheim stellt sich vor. Erscheinungsdatum 20.07.1990.
Geschichte, Aufgaben, Bildungsangebote usw. ... .Auch ein Bildteil ist beigefügt.
Dies ist nur eine Kopie vom Original.

Vielen Dank an den Förderverein Sächsisches Strafvollzugsmuseum Waldheim e.V. .

Psychatrie in Waldheim/ Sachsen (1716-1946)


Herausgeber

Mabuse- Verlag

Autorin

Sonja Schröter

Erläuterung

Der staatliche Umgang mit psychisch kranken Straftätern war im 18., 19. und 20. Jahrhundert in Deutschland sehr unterschiedlich. Die Entwicklungsdarstellung der forensischen Psychiatrie in Waldheim belegt exemplarisch diese Wandlung. Besonders ausführlich wird der pflegerische Bereich in den einzelnen Zeitabschnitten und der Zeitraum 1933- 1945 mit den Besonderheiten der NS- Krankentötungsaktionen gegen psychisch kranke Rechtsbrecher untersucht.

Erscheinungsdatum 01.01.1994

Die Waldheimer Prozesse- fünfzig Jahre danach


Herausgeber

Nomos Verlagsgesellschaft

Autoren

Prof. Dr. Dr. Thomas Vormbaum
Dr. Tillmann Krach

Erläuterung

Dokumentation der Tagung der Stiftung Sächsische Gedenkstätten am 28. und 29. September 2000 in Waldheim.

Hinter Gittern


Herausgeber

Sächsisches Staatsministerium der Justiz,
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Autor

Dr. Erich Viehöfer, Andre Thieme, Thomas Ziegler

Justizvollzugsanstalt Waldheim


Herausgeber

Justizvollzugsanstalt Waldheim

Erläuterung

Broschüre über die Geschichte, Bedeutung und Entwicklung des Gefängnisses.
Auch auf Haftbedingungen und Beschäftigung der Gefangenen wird eingegangen.

Vielen Dank an den Förderverein Sächsisches Strafvollzugsmuseum Waldheim e.V. .

Justizvollzugsanstalt Waldheim


Herausgeber

Justizvollzugsanstalt Waldheim

Erläuterung

Broschüre über das Gefängnis. Kurze Erläuterung der Geschichte, Zuständigkeit und Aufgaben, Sozialtherapeutische Abteilung, Offener Vollzug, Betreuung und Behandlung, Arbeitsbetriebe und die Besuchszeiten.

Vielen Dank an den Förderverein Sächsisches Strafvollzugsmuseum Waldheim e.V. .

Büroklammern biegen


Verlag

HESPERUS Verlag Potsdam

Erschienen am 12.11.2007

Gestaltung

Karen Weinert

Erläuterung

Ein Katalog über Bilder aus den Gefängnissen und deren Produkte die dort hergestellt und verkauft werden.

Strafanstalt Waldheim


Verlag

Ch. Links Verlag, Berlin

Erschienen am 12.06.2014

Autor

Friedemann Schreiter

Erläuterung

Die Justizvollzugsanstalt Waldheim ist das älteste noch aktive deutsche Gefängnis. Es wurde 1716 begründet und wird bis heute genutzt. Die Geschichte der Strafanstalt veranschaulicht die Entwicklung des Strafvollzugs in den letzten drei Jahrhunderten und ist ein Spiegel der deutschen Geschichte insgesamt. Nach der Revolution von 1848/49 saßen in Waldheim viele politische Gefangene ein. Aber auch der damals noch unbekannte Karl May verbüßte hier als Dieb und Betrüger ab 1870 eine vierjährige Haftstrafe. Während des Nationalsozialismus war Waldheim ein Ort der besonderen Repression. Traurige Berühmtheit erlangte die Anstalt 1950 durch die Waldheimer Prozesse , als in über 3000 Schnellverfahren wirkliche und vermeintliche NS-Verbrecher abgeurteilt wurden, 24 Todesurteile wurden im Gefängnis selbst vollstreckt. In der DDR saßen hier neben Kriminellen auch viele Menschen wegen versuchter Republikflucht ein. Friedemann Schreiter erzählt die Geschichte der Strafanstalt von den Anfängen bis heute, anschaulich wird dies durch zahlreiche Bilder und die exemplarischen Lebensgeschichten unbekannter wie prominenter Häftlinge. (Anmerkung: Dieses Buch enthält 112 Abbildungen und sechs Karten.)

Das Frauenzuchthaus Waldheim


Herausgeber

Leipziger Univerlag

Erschienen am 20.12.2016

Autorin

Gabriele Hackl, Birgit Sack

Erläuterung


2016 jährt sich die Aufnahme der ersten männlichen und weiblichen Insassen in das "Zucht-, Armen- und Waisenhaus" im sächsischen Waldheim zum 300. Mal. Von 1886 bis 1950 bestand außerhalb der heutigen Anstaltsmauern ein separates "Weiberzuchthaus", die später so genannte Abteilung II. Seit dem Kaiserreich zählte sie zu den größten und bedeutendsten Frauenstrafanstalten Deutschlands.
Gab es einen spezifisch weiblichen Strafvollzug? Wie entwickelte sich der Strafvollzug an Frauen in der Waldheimer Anstalt während der nationalsozialistischen Diktatur? Diesen und weiteren Fragen geht Gabriele Hackl in ihrer überarbeiteten Masterarbeit nach.
In einem zweiten Teil stellen Gabriele Hackl und Birgit Sack anhand der Biografien ausgewählter Häftlinge individuelles Erleben und die normativen Bedingungen ihrer Gefangenschaft in den Kontext ihres Lebenswegs. Auch einzelne Haftbeamtinnen werden vor dem Hintergrund ihrer Handlungsräume porträtiert.

 

von

bis

Quelle

Joh. Michael Thiele

03.04.1716

September 1716

Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 5 vom 01.02.1930

Christian Ernst Malfius

 

1719 (wurde dem Amt enthoben)

Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 46 vom 22.11.1930

...

     

...

     

Georg Andreas Jacob

April 1728

Dezember 1730

Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 5vom 01.02..1930

...

   

Königlicher Landesanstaltsdirektor Geheimer Regierungsrat Wilhelm Arthur Böhme

01.07.1893

27.11.1905(?)

Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 46 vom 22.11.1930

...

     

Ober- Reg.- Rat Dr. jur. Poller

01.10.1918

...

Waldheimer Anzeiger, Waldheimer Heimatblatt Nr. 32 vom 16.08.1930

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